Niedrigschwellige Behandlungsangebote

Psychologische und psychotherapeutische Unterstützung für Flüchtlinge

Die Stiftung unterstützt niedrigeschwellige psychologische und psychotherapeutische Angebote für frisch eingereiste Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisenregionen im Behandlungszentrum für Folteropfer. Ziel ist eine frühzeitigen Stabilisierung der Klient//innen durch Krisenintervention bei akuten Belastungszustände und therapeutische Begleitung Schwersttraumatisierter insb. im Asylverfahren. Durch niedrigschwellige psychotherapeutische Gruppenangebote lassen sich psychische Belastungen reduzieren und lässt sich längerfristig die Chronifizierungen der Krankheitsbilder vermeiden. 

Psychoedukatives Gruppenangebot (PEG)

Von 2005 bis 2006 entwickelten die Mitarbeiterinnen des Behandlungszentrums für Folteropfer im Rahmen eines wissenschaftlichen Forschungsprojektes das Manual „Psychoedukation bei posttraumatischen Störungen“ für traumatisierte Patientinnen und Patienten. Das Manual ermöglicht es, den Betroffenen Erkenntnisse darüber zu vermitteln, was mit ihnen nach ihren Erlebnissen geschehen ist und wie sie damit umgehen können.

In bis zu zwölf wöchentlich stattfindenden Sitzungen werden gemeinsam folgende Themen bearbeitet:

  • Was ist ein Trauma?
  • Welche Folgen kann ein Trauma für die Betroffenen haben? (Posttraumatische Belastungsstörung, Depression, Schlafstörungen, Ängste, Dissoziationen, Somatisierungsstörungen/ Schmerzen)
  • Wie kann der Patient, die Patientin im Alltag mit diesen Symptomen umgehen?
  • Trauer, Aggression aber auch Anerkennung, Wertschätzung und Ressourcenarbeit
  • Interkulturalität/ Leben in Deutschland

Nach Entwicklung und wissenschaftlicher Überprüfung des PEG-Manuals ist die Psychoedukative Gruppe ein niedrigschwelliges Behandlungsangebot für ambulante Patient/innen, die auf einen Therapieplatz warten sowie fester Bestandteil des Programms der Tagesklinik im bzfo. 2010 ist das Manual „Psychoedukation bei posttraumatischen Störungen“ im Schattauer-Verlag erschienen.