Kreativ- und Bewegungstherapien

Die Stiftung Überleben fördert  kreative Angebote des Behandlungszentrums für Folteropfer e.V.

Seelisches Befinden ausdrücken

Spuren hinterlassen und gestalten können: In der Kunst- und Gestaltungstherapie erleben sich unsere Patientinnen und Patienten wieder als Handelnde. Sie entdecken eigene Ressourcen neu oder beleben sie wieder. Für ihre kreativen Werke erfahren sie Respekt und Anerkennung. Das von ihnen Geschaffene lässt sich aufbewahren und hat dadurch Bestand – ein wichtiges Signal für Menschen, die aus ihrer Heimat flüchten mussten und oft alles verloren haben.

Hier gelangen Sie zum aktuellen Projekt aus dem Bereich Kunsttherapie, dem
Fotoprojekt "Leben im Exil"...

Musik als Brücke nutzen

Musik und Tanz sind in den meisten Herkunftsländern unserer Patientinnen und Patienten essenzieller Bestandteil der kulturellen Identität.

Hier setzt die Musiktherapie an. Durch Musik können unsere Patientinnen und Patienten Gefühle wie Trauer, Schmerz, aber auch Freude auszudrücken. Sie hören, spielen und singen „eigene“ traditionelle Lieder und knüpfen an positive Erlebnisse aus ihrer Heimat an.

Identität durch Bewegung spüren

Leben nach der Folter heißt, keine Einheit von Körper und Seele mehr zu spüren. In ihrem Körpergedächtnis haben unsere Patientinnen und Patienten den Schrecken gespeichert. Ihr Körper ist angespannt - als würde die Folter noch andauern.

Physiotherapie und Konzentrative Bewegungstherapie helfen ihnen, den Teufelskreis aus körperlichen und psychosomatischen Schmerzen zu durchbrechen und sich wieder im eigenen Körper zu Hause zu fühlen.